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Malteser Heidelberg

Engagement zum Fest der Liebe

Der Weihnachtsmann hat seine Elfen, die Malteser haben ihre Freiwilligen. Und alle haben eins gemeinsam: sie beschenken Menschen. In Heidelberg treffen sich jedes Jahr Freiwillige in der Großküche der Malteser und zaubern gemeinsam ein leckeres Weihnachtsessen für Menschen, denen das normalerweise nicht vergönnt wäre.

29.12.2019

Weihnachtskochen mit Tradition

An Heiligabend und am 1. Feiertag stehen in Heidelberg zehn bis 15 Freiwillige sehr, sehr früh auf. Dadurch bekommen etwa 130 Bedürftige zu Weihnachten ein schönes Essen. Bernhard Scheitler ist der Stadtbeauftragte der Malteser in Heidelberg und jedes Jahr mit dabei – und das seit 24 Jahren: „Wir kochen für die Wärmestube vom Katholischen Verein für soziale Dienste in Heidelberg. Das ist eine Anlaufstelle für Obdachlose und Bedürftige. Nächstes Jahr haben wir das 25. Jubiläum“, freut er sich.

Los geht’s um 8 Uhr. „Das Mittagessen muss um 12 Uhr ausgeliefert sein. Das ist ganz gut für unsere Helfer, weil sie danach noch bei ihren Familien sein können“, erzählt Bernhard. Obwohl manche anscheinend ganz froh sind, dem Weihnachtstrubel mal kurz zu entkommen. „Manche Helfer haben schon gesagt: So entgehen wir dem Stress zu Hause. Da kochen wir lieber für die Malteser.“ Für einige Helfer ist das ehrenamtliche Kochen zu Weihnachten zu einer Tradition geworden. Sie kommen regelmäßig, sagt Bernhard: „Beteiligen tun sich mittlerweile auch Nicht-Malteser. Sie haben unsere Aktion auf Facebook gesehen und gefragt, ob sie mitmachen können. Da haben wir uns natürlich gefreut! Neben der Malteser Jugend und dem bewährten Malteser-Team machen außerdem eine Familie mit drei Kindern und ein Geschwisterpaar mit. Einige von ihnen sagen: Ohne das Kochen, ist es für mich kein Weihnachten“. Das Koch-Team für dieses Jahr steht schon fest.

Spaß ist wichtiger als ausgefeilte Kochkünste

Jedes Jahr gibt es ein anderes Festessen. Die Wärmestube darf es sich wünschen. Und natürlich darf es jedes Jahr auch etwas Besonderes sein. Da fallen Kartoffelsalat und Würstchen raus. Im letzten Jahr gab es leckeren Schweinebraten, in diesem Jahr gibt es an Heiligabend zum ersten Mal Rinderrouladen mit Rotkohl und Klößen und am 1. Feiertag Kürbiscremesuppe. Hmmm, lecker! Beim Kochen helfen kann jeder. Ein bisschen geschickt mit dem Messer sollte man schon sein. Aber vor allem zählt der Spaß am gemeinsamen Kochen und Helfen. „Für unsere jungen Helfer von der Malteser Jugend ist es immer eine Riesen-Gaudi Kartoffelknödel zu machen“, erzählt Bernhard.

Am 24. und 25. Dezember treffen sich alle und kochen den ganzen Vormittag. Immerhin müssen 100 bis 130 Portionen zubereitet werden. „Wir kochen in der Dienststelle bei den Maltesern. Da haben wir eine Großküche und können das Essen in 100-Liter-Töpfen zubereiten.“ Es wird geschält, geschnippelt, gekocht und gebrutzelt. Um 12 Uhr muss das Essen fertig sein. Und wenn es dann bei der Wärmestube auf den Tischen dampft und duftet, breitet sich auch bei den Gästen Weihnachtsstimmung aus – und sehr viel Dankbarkeit, sagt Bernhard: „Die Gäste sind uns sehr dankbar, dass wir das machen. Die bedanken sich ungefähr zehnmal während des Essens. Im letzten Jahren Jahr hat eine Frau gesagt: Bei diesem Weihnachtsessen fühlt man sich als Mensch.“

Ein ungewöhnlicher Wunschzettel

Jedes Jahr bekommt Bernhard einen Wunschzettel von der Wärmestube. Dann heißt es: Weihnachtseinkäufe erledigen. „Alles wird mit Spendengeldern finanziert. Wir haben regelmäßige Spender, aber manchmal wird es schon knapp. Zur Not bezahlen wir das als Malteser. Dafür sind wir da. Wir setzen uns für Bedürftige ein“.

Trotzdem ist jede – auch noch so kleine Spende – eine große Hilfe. Schließlich gibt es für die Bedürftigen nicht nur das Essen, sondern auch ein paar kleine Geschenke. Das sind allerdings keine typischen Weihnachtsgeschenke, erklärt Bernhard: „Dieses Jahr gibt es den Wunsch nach Vitamin-Brausetabletten. Ich habe gerade 200 Röhrchen gekauft“. Aber das ist noch nicht alles: „Ich habe auch noch 30 Wollmützen gekauft, 45 Paar Handschuhe und Lesebrillen, diese fertigen. Von jeder Stärke haben wir so drei bis vier gekauft. Und weil wir Malteser sind, gibt es noch für jeden Gast ein kleines Verbandspäckchen mit Pflaster und sterilen Wundauflagen. Und Kerzen kann sich auch jeder mitnehmen. So kann man vielleicht ein bisschen Weihnachtsstimmung zaubern.“

Vielen Dank an aware für diesen tollen Artikel: www.malteser.de/aware/stories/heidelberger-weihnachtsessen-fuer-beduerftige.html

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