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Malteser Heidelberg

Geschäftsführerwechsel

03.09.2010

Presse-Information                                                               
1. September 2010

Neue Geschäftsführerin bei den Maltesern in der Erzdiözese Freiburg:
Im Einsatz für mehr menschliche Nähe
Freiburg. Seit dem 1. September 2010 führt Dr. Sophie Henckel von
Donnersmarck die Geschäfte des Malteser Hilfsdienst e.V. in der Erzdiözese
Freiburg sowie der gGmbH für den Bezirk Schwarzwald-Oberrhein.
„Von meinem geschätzten Vorgänger, Herrn Markus Bensmann, übernehme
ich einen blühenden Betrieb, den es aufrechtzuerhalten und nach
Möglichkeit weiter auszubauen gilt“, betont Dr. Henckel. Markus
Bensmann war sieben Jahre in Freiburg als Geschäftsführer tätig und
wechselt nun als Abteilungsleiter im Bereich Rettungsdienst und Fahrdienst
in die Zentrale der Malteser nach Köln.
Als Diözesangeschäftsführerin verantwortet Dr. Henckel die gesamte Arbeit
der Malteser mit insgesamt über 400 Mitarbeitern, 24 Ortsgliederungen,
mit rund 3.300 aktiven ehrenamtlichen Mitarbeitern und mehr als 53.000
Fördermitgliedern zwischen dem nördlichen Main-Tauber-Kreis bis zum
südlichen Bad Säckingen.
“Ich will mich für mehr menschliche Nähe in allen unseren Bereichen
einsetzen.“, benennt Dr. Henckel ihr Ziel für die neue Aufgabe. Trotz permanentem
Kostendruck und technisch notwendiger Professionalisierung in
der Gesundheitsversorgung möchte die 35-jährige promovierte Juristin das
christlich geprägte Selbstverständnis der Malteser Dienste stärken und das
Leistungsspektrum an den Bedürfnissen der Menschen und der Gesellschaft
orientieren. „Das bedeutet für mich, dass wir mit offenem Herz hinschauen
auf die Menschen und ihre Nöte in unserer Erzdiözese und ihnen mit entsprechenden
Lösungen zur Seite stehen.“ Das Dienstleistungsangebot
umfasst die klassischen Malteser Einsatzbereiche wie Katastrophenschutz,
Sanitätsdienst, Rettungsdienst, Patientenbeförderungen und Hausnotruf. In
diesen Diensten werde die stetige Überalterung der Gesellschaft, ebenso die
Vereinsamung und Verwahrlosung vieler Mitmenschen ein immer drängenderes
Thema. Zusammen mit der Diözesanleiterin, Elisabeth Freifrau Spies
von Büllesheim, will sie deshalb auch ergänzendes soziales Ehrenamt weiter
ausbauen. „Unser Schwerpunkt liegt im Moment in der Weiterentwicklung
unserer ambulanten Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhospizdienste und
im Aufbau von Besuchs- und Begleitungsdiensten für ältere und einsame Menschen. Hier sind wir auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie
auf finanzielle Unterstützung durch Spender und Förderer angewiesen.“
Dr. Henckel will zu diesem Zweck stärker den Kontakt zu den lokalen
Kirchengemeinden, zur Politik und zur Wirtschaft suchen. Die lokalen
Akteure gilt es für die Themen der Malteser zu sensibilisieren und für
Partnerschaften zu gewinnen.
„Besonders am Herzen liegen mir aber auch unsere Malteser Jugend mit
über 600 Mitgliedern und unsere fast 320 Schulsanitäter.“ Hier leisten die
Malteser wichtige Arbeit, um die Zivilcourage von jungen Menschen zu
stärken und gegen Gewalt zu sensibilisieren. „Wir wollen mit unseren
Angeboten dazu befähigen, in Not- und Gefahrenlagen kompetent und
mutig zu handeln.“ Das gilt auch in Bezug auf die allgemeine Breitenausbildung
der Bevölkerung in Erste Hilfe. So wird derzeit in allen Malteser
Erste Hilfe Kursen der richtige Umgang mit einem Automatischen
Externen Defibrillator (AED) gelehrt. Durch das schnelle Handeln mit
einem AED kann die häufigste Todesursache in Deutschland, das
Herzversagen, drastisch gemindert werden.
Ihre eigene Motivation zu Helfen erklärt Dr. Henckel so: „Zu den
Maltesern zog es mich vor allem durch eigenes soziales Engagement in
meiner Heimatstadt Zürich. Wir errichteten dort eine Notschlafstelle für
obdachlose Menschen mit dem Ziel, ihnen nicht nur ein Bett und Essen zu
geben, sondern vor allem auch Gemeinschaft anzubieten. Genau diesen
Ansatz finde ich bei den Maltesern wieder, der von vielen ehren- und
hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unermüdlichem
Einsatz praktiziert wird.“ Dr. Henckel ist es wichtig, diesen Geist der
Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft zu wahren und weiter zu stärken. Sie
verweist darauf, dass nur dank des Ehrenamts, der Fördermitglieder und der
Spender diese vielseitigen Hilfeleistungen der Malteser möglich sind.
Für drei Jahre war sie als Assistentin des geschäftsführenden Präsidenten in
Köln in verschiedenen Pilotprojekten tätig. Beispielsweise erarbeitete sie die
Corporate Social Responsibility (unternehmerische gesellschaftliche Verantwortung)
Strategie für die Malteser. Hinzu kamen länderübergreifende
Projekte, für Malteser International, für den Malteser Orden in Rom und
seine Deutsche Assoziation.
Vor den Aufgaben beim Malteser Hilfsdienst war sie hauptsächlich in der
Rechtsberatung in Zürich und Bern als Spezialistin für Kartell- und Europäisches
Wirtschaftsrecht tätig, zuletzt bei den Wettbewerbsbehörden in
der Schweiz.
Dr. Henckel, ist zwar das neue Gesicht der Malteser in der Erzdiözese
Freiburg, als gebürtige Schweizerin ist sie jedoch mit der regionalen Sprache
und Lebensweise bestens vertraut.
Am 11. September findet der offizielle Geschäftsführerwechsel mit der
Verabschiedung von Markus Bensmann und der Amtseinführung von Dr.
Henckel im Malteser Schloss in Heitersheim im Rahmen einer heiligen
Messe statt.

BU: Dr. Sophie Gräfin Henckel von Donnersmarck hat es sich zur Aufgabe
gemacht, den 900 jährigen Malteser Leitsatz „Bezeugung des Glaubens und
Hilfe den Bedürftigen“ ins jetzt und hier zu übersetzen und zu leben.
Fotos: Malteser

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